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pFERDEZAHNTIERÄRZTIN

Häufig gestellte
Fragen zur Behandlung


Fragen an die Pferdetierzahnärztin
Hier finden Sie einen ersten Überblick und die wichtigsten Antworten zum Ablauf meines Besuchs bei Ihnen. Ist Ihr Anliegen nicht dabei? Melden Sie sich gern per Mail oder WhatsApp bei mir.
Bei der Zahnbehandlung erfolgt zunächst eine allgemeine Untersuchung (Anordnung der Backenzähne, Zahnstatus, etc.), danach folgt die Kontrolle der Oberflächen und des umgebenden Gewebes. Beim anschließenden Schleifen der Zähne gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Danach folgt die Behandlung und Optimierung der Schneidezähne.
Je nach Zustand der Zähne vereinbaren wir einen Kontrolltermin innerhalb von 6-9 Monaten. Bei massiven Veränderungen erfolgt eine Nachkontrolle in 3 Monaten.
Zahnextraktionen führe ich je nach Möglichkeit und Diagnostik direkt vor Ort im Stall durch. Beim Ziehen von Schneide- und Backenzähnen sind ggf. mehrere Sitzungen erforderlich.
Parodontologie, Versorgung und Behandlung von Erkrankungen oder Auffälligkeiten des umgebenden Gewebes (z.B. Diastema) erfolgen meist ebenfalls direkt vor Ort.
In diesem Fall erstelle ich vor Ort eine Überkappung abgebrochener Schneidezähne in der Erstversorgung (unter 48 Stunden nach dem Vorfall) für die sofortige Schmerzlinderung und ggf. medikamentöse Behandlungen von Infektionen und Entzündungen.
In Notfällen melden Sie sich bitte beim Notdienstring der Barnimer Pferdetierärzte (Mo-Do 18:00 bis 08:00, Fr ab 18:00 durchgehend bis Mo 08:00). Die Übersicht und Kontaktdaten der Tierärzte im Notdienst finden Sie auf der Seite von Frau Dr. Kühnel: http://www.dr-silvia-kuehnel.de/
Ein gültiger Tetanusschutz ist Behandlungsvorraussetzung – bei Unsicherheiten sprechen sie mich an! Ist kein gültiger Tetanusschutz bei Ihrem Pferd vor Ort vorhanden, wird ein Antikörpertest vorgenommen, andernfalls erfolgt keine Behandlung. Die Behandlung erfolgt nur bei ausreichend hohem Titer.
Zugang zu Strom
Ich nutze für die Zahnbehandlungen Maschinen, welche eine Stromversorgung über Kabel benötigen. Bitte geben Sie vor dem Termin bescheid, ob entsprechende Vorrichtungen (Steckdosen, Generator, Verlängerungskabel) vorhanden sind.
Möglichkeit zum stabilisieren des Pferdekopfes
Eine wichtige Voraussetzung ist die Möglichkeit, den Pferdekopf in einem Dentalhalfter bzw. einer Dentalhalterung zu lagern. Hierfür sind stabile Deckenbalken, Haken oder vergleichbare Ankerpunkte notwendig. Mit etwas Kreativität werden wir gemeinsam eine Lösung finden.
Gute Umgebung
Damit sich Ihr Pferd in Sedation gut ausbalancieren kann, ist ein festerer und gerader Untergrund von Vorteil. Auch für meine Arbeitsposition ist ein guter Untergrund wichtig. Ideal ist ein witterungsgeschützter Bereich, da die Stromkabel in manchen Fällen auf dem Boden liegen.
Zeit und Empathie
Trotz sehr gewissenhafter Untersuchung kann es beim Einsetzen des Maulgatters (besonders bei schmerzempfindlichen Patienten) zu Überraschungen kommen. Geben Sie deshalb bitte Bescheid, ob Sie körperlich in der Lage sind, zu Beginn der Behandlung mit einigen Handgriffen zu assistieren.
Ich arbeite ausschließlich mit verantwortungsbewussten Pferdehaltern, die sich Zeit für die Nachsorge ihres Pferdes nehmen. Sie sollten bereit sein, Ihr Pferd nach der Narkose zu beobachten und zu betreuen, bis es vollständig aufgewacht ist.
Üblicherweise ist es nicht notwendig, das Pferd für die Erstuntersuchung zu sedieren. Schmerzgereizte und unkooperative Patienten bilden die Ausnahme. Siehe auch: Ablauf der Untersuchung.
Während meiner Voruntersuchung können erste Befunde und die Notwendigkeit einer Zahnbehandlung festgestellt werden. Üblicherweise ist es nicht notwendig, das Pferd für die Erstuntersuchung zu sedieren. Schmerzgereizte und unkooperative Patienten bilden die Ausnahme.
Betrachtung (Adspektion) und Abtasten (Palpation) des Pferdekopfes
Hierbei wird der Kopf unter dem Fokus der Symmetrie betrachtet. Anschließend werden spezielle Punkte am Pferdekopf abgetastet.
Untersuchung der Maulhöhle von außen
Hierbei werden Ober- und Unterkiefer gegeneinander verschoben, um Auffälligkeiten in der Okklusion der Backenzähne zu erkennen. Für viele Kunden ist das ein Qualitätsmerkmal einer guten Untersuchung. Wichtig ist jedoch: Wenn das Pferd den Kiefer festhält, kann aus diesem Teil der Untersuchung nur in geringem Umfang Nutzen gezogen werden. Anschließend betrachte ich die Schneidezähne nach Form und Aufeinandertreffen der oberen und unteren Zahnreihen; sowie die Maulschleimhaut um die Schneidezähne herum.
Untersuchung der inneren Maulhöhle (ohne Maulgatter)
Bis einschließlich diesem Schritt sind die Untersuchungen in den meisten Fällen ohne Sedation durchführbar. Während dieser Untersuchung wird zum einen die Hand innen an den Backenzähnen entlang geführt, sowie die Laden abgetastet. Folgend wird die Zunge im Pferdemaul aufgestellt und mit einer Lichtquelle in die Maulhöhle hinein gesehen.
Eingehende Untersuchung der inneren Maulhöhle (mit Maulgatter)
Sobald ich das Maulgatter einsetze, ist eine Sedation notwendig! Auch wenn in den vorhergehenden Schritten schon ein großer Einblick in den Zustand des Pferdegebisses erfolgt, kann eine vollständige Einsicht nur mit dem Maulgatter erfolgen. Hierbei können auch die Außenseiten der Backenzähne sicher untersucht werden, sowie die Kauflächen und eventuelle Taschen und Diastema genauer untersucht werden. Hier kommen Spiegel und Endoskop zum Einsatz.
Nach der Zahnbehandlung brauchen Pferde für einen Zeitraum von 1,5 bis 2 Stunden einen reizarmen Platz zum "ausschlafen", an dem eine Futteraufnahme unmöglich ist (Fressbremse, anbinden, kein Ärgern von Pferden aus der Herde, eventuell Abschwitzdecke) und das Pferd gut im Blick behalten werden kann.
Je nach Art und Dosierung der Medikamente zur Sedation bespreche ich individuell mit Ihnen, wann Ihr Pferd wieder fressen darf. Nervöse Pferde schlafen nach Abreise des Tierarztes oft länger als entspannte Patienten). Um Schlundverstopfungen zu vermeiden, empfehle ich in der Regel, mit der Fütterung lieber länger zu warten als zu früh anzufüttern.
Guten Trinkern oder Pferden, die durch Tee zum Trinken motiviert werden, können Sie nach dem Aufwachen eine kleine Menge Wasser oder Tee anbieten und beobachten, ob das Schlucken bereits klappt. Sobald Ihr Pferd sicher auf den Beinen steht, dürfen Sie gern mit Ihrem Pferdchen einen kleinen Spaziergang machen, um den Kreislauf anzuregen.
Ich empfehle meist eine flüssige oder breiige Anfütterung (zum Beispiel Heucobs, Mash). Der Umfang der Zahnbehandlung entscheidet oft über die Motivation des Pferdes, wieder zu fressen. Die vorsichtige Anfütterung hat den Vorteil, dass bereits Flüssigkeit aufgenommen wird, was sich positiv auf den Kreislauf auswirkt.
Je nach Dauer der Behandlung und dem Umfang der Veränderungen ist es ratsam, 2 bis 3 Tage nach dem Termin auf Stellung und Biegung beim Reiten zu verzichten. In manchen Fällen ist es ebenfalls ratsam, auf das Gebiss zu verzichten.
Sollten Wolfszähne gezogen werden, muss 10 bis 14 Tage auf das Gebiss verzichtet werden.
Sollten Backenzähne gezogen werden, sind Nachkontrollen notwendig, um einen guten Heilungsverlauf zu garantieren. Die erste Nachuntersuchung erfolgt üblicherweise 7-10 Tage nach der Zahnentfernung. Wir besprechen vorab, ob ein weiteres Röntgenbild notwendig ist. Außerdem wird das Tupfer bzw. Putty entfernt. Kontrolluntersuchungen nach Operationen erfolgen unter Sedation.
Je nach Dauer der Behandlung und dem Umfang der Veränderungen ist es ratsam, 2 bis 3 Tage nach dem Termin auf Stellung und Biegung beim Reiten zu verzichten. In manchen Fällen ist es ebenfalls ratsam, auf das Gebiss zu verzichten.
Sollten Wolfszähne gezogen werden, muss 10 bis 14 Tage auf das Gebiss verzichtet werden.
Scharfe Zahnkanten und gebrochene Zähne. sind nicht selten Probleme, die nach Verletzungen im Mundraum des Pferdes entstehen.
Häufige Erkrankungen des Maul- und Zahnapparates
Ulzerationen
Gewebedefekte bis hin zur Nekrose des betroffenen Bereichs.
Wolfszähne
Vergleichbar mit unseren Weisheitszähnen, können genau wie beim Menschen für Schiefstellungen sorgen, unvollständig herauswachsen und Schmerzen verursachen.
Meißelzahn
Ein einzelner Zahn, der über das Kauflächenniveau hinausragt und dadurch die Futteraufnahme deutlich erschwert.
Haken
scharfe Spitzen an den Backenzähnen, die durch ungleichmäßigen Abrieb entstehen.
Welle
Wellenförmige Kaufläche durch ungleichmäßige Abnutzung.
Diastema
Lücke zwischen den Backenzähnen, in der sich Futterreste festsetzen und dadurch Entzündungen entstehen.
Milchkappe
Überreste der Milchzähne, die beim Zahnwechsel als ‘Kappen’ auf den nachschiebenden Zähnen sitzen und sich in manchen Fällen nicht selbstständig ablösen.

Ob junges Pferd im Zahnwechsel, Instandhaltung des ausbalancierten Gebisses oder die möglichst lange Erhaltung der Zähne beim Senior:
Zahnmedizin ist für Pferde in jeder Lebensphase wichtig!
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